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Aufruf zur Spontandemonstration „gegen rechte Gewalt in Köln und sonstwo!“

Aufruf zur Spontandemonstration „gegen rechte Gewalt“ in Köln am 11.07.2011

Aufgrund des nächtlichen Angriffs von ca. 25 Nazis auf unser Protestcamp auf dem Rudolfplatz, bei dem es zu mehreren verletzten Personen kam, haben wir uns entschieden, mit einer Spontandemonstration unter dem Motto „gegen rechte Gewalt in Köln und sonstwo!“ auf die Straße zu gehen.

Zum Tathergang:
In der vergangenen Nacht (etwa um 3:30 Uhr) griffen ca. 25 Nazis die überraschten TeilnehmerInnen des Protestcamps auf dem Rudolfplatz an. Dabei schreckten sie nicht vor Waffengewalt zurück und nahmen schwerwiegende Verletzungen oder noch schlimmeres in Kauf. Beim Versuch 3 Provokateure in die Flucht zu schlagen, liefen TeilnehmerInnen in die Falle der Nazis. Eine Gruppe von etwa 20+ Nazis hielten sich in einer Seitenstraße auf und griffen plötzlich an. Dem Kräfteverhältnis von etwa 25 (Nazis) gegen 10 (CampteilnehmerInnen) waren wir leider nicht gewachsen. Zwei von uns mussten mit schwereren Verletzungen ins Krankenhaus, mehrere Leichtverletzte wurden noch vor Ort behandelt.
Die erst spät eintreffende Polizei, die schon zu Beginn des Angriffs alarmiert wurde, konnte nur noch einen der Angreifer festnehmen. Bei diesem handelt es sich vermutlich um einen uns bekannten Leverkusener Nazi.

Auch die angeblich so weltoffene Stadt Köln hat augenscheinlich ein Naziproblem. Vernetzungen zu militiant rechten Gruppierungen anliegender Städte bestehen. Auch schon in der Vergangenheit fielen gewaltsuchende Nazis in Köln mehrfach auf.

Wir befürchten weitere Angriffe auf das Camp (welches heute auf den Chlodwigplatz umzieht), sowie auf weitere vermeintliche AntifaschistInnen.

Aus diesem Anlass treffen wir uns morgen (MO. 11.07.) um 18 Uhr auf dem Rudolfplatz um spontan „gegen rechte Gewalt in Köln und sonstwo!“ zu demonstrieren.

Köln entnazifizieren! Nazigruppierungen zerschlagen! Fight back! Bis morgen!

NAZIANGRIFF!!!

Vor etwa 2 Stunden wurde unser Protestcamp auf dem Rudolfplatz in Köln von ca. 20-30 bewafneten Nazis angegriffen! 2 GenossInnen im Krankenhaus. Mehrere Leichtverletzte. HEUTE (SO. 10.07. ) 15 UHR offenes Krisenplenum. MORGEN (MO. 11.07.) 18 UHR Spontandemonstration. Beides auf dem Rudolfplatz. Wir danken im voraus für eure Solidarität!

Fest und Tanz auf deinem Platz

Unsere Welt ist nicht mehr unsere Welt. Heute werden wir alle bestimmt durch eine handvoll Menschen, die uns sagen was wir zu denken, zu fühlen, zu sehen, zu hören, zu riechen haben. Alles für ihren Profit. Das ist Fremdbestimmung. Sie brauchen die Fremdbestimmung, damit sie Gewinn machen können, denn in Wahrheit schaffen nicht sie den Gewinn, sondern wir. Wir schaffen alles, auch das, was uns psychisch und physisch zerstört.
Aber wir wollen das nicht mehr. SchülerInnen, StudentInnen, ArbeiterInnen, Erwerblose, Wohnungslose, MigrantInnen, alle, die die Brutalität dieser Staaten, sei es BRD oder Türkei, Iran oder Amerika, und Gesellschaften, erfahren. Deshalb sind wir auf dem Rudolfplatz. Deswegen tanzen wir, feiern wir. Wir feiern nicht im kapitalistischen Sinne. Wir feiern auf unsere Weise, zusammen, einig, freudig. Komm zu uns, feier mit uns. Damit wir uns kennenlernen und lieben lernen. Auf das etwas anderes zwischen uns allen entsteht.

Am 09.06 kommen DJs und Musiker, Künstler und Filmemacher zum Rudolfplatz um dort zu spielen und zu sein. Es werden Filme gezeigt und getanzt. Feuerspucker und Akrobaten. Der Karneval Global zieht an uns und mit uns vorbei am Rudolfplatz zum Edelweißpiraten Denkmal.

Plakat für den 09.06

Kundgebung am 02.07

Am 02.07. soll es auf der Domplatte um 14:00 eine Kundgebung der „Echte Demokratie Jetzt!“ – Bewegung geben. Anschließend will mensch durch die Innenstadt zum „Dein Platz“ Camp am Rudolfplatz ziehen.

http://www.facebook.com/event.php?eid=156316494441314

Öffentliche Vollversammlung

Jeden Tag gibt es im Camp gegen 18:30 eine öffentliche Vollversammlung in der praktische, sowie inhaltliche Themen besprochen werden können. Jede_R ist herzlich eingeladen dort vorbei zu kommen und mit uns über die Vorgänge im Camp, diesem Land und der Welt zu diskutieren.