Selbstverständnis

Aufruf zum Protestcamp auf dem Kölner Rudolfplatz

Wir haben uns am 19.06.2011 hier auf dem Rudolfplatz versammelt, um Solidarität mit den sozialen Kämpfen weltweit, insbesondere in Südeuropa und Nordafrika, zu zeigen. Spontan wurde von den Versammelten beschlossen auf dem Platz zu bleiben und ein Camp zu errichten.Wir möchten Jede_n einladen mit uns zu kämpfen und sich basisdemokratisch zu organisieren. Wir sehen Tag für Tag, dass etwas auf dieser Erde, die unsere Erde ist, und in diesem Land, das unser Land ist, falsch läuft.

Als Ziel haben wir uns gesetzt diese Welt zum Besseren zu verändern. Diese Veränderung möchten wir durch eine Basisbewegung von unten erreichen. In diesem Land sehen wir Probleme im sozial- und Gesundheitssystem, die wir kritisieren müssen. Ein schlechtes Bildungssystem, welches die Chancengleichheit in unserer Gesellschaft nicht gewährleisten kann, gilt es zu verbessern oder ganz neu zu entwickeln.
Die Prekarisierung, d.h. die Unsicherheit, Unterbezahlung und Diskriminierung, im Bereich der Lohnabhängigkeit muss gestoppt werden und die wachsende Entfernung der gesellschaftlichen Schichten, bekannt als soziale Schere, muss unterbunden werden. Es darf nicht sein, dass die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden. Dies gilt sowohl im regionalen, als auch im globalen Vergleich. Durch immer neue Reformen im Gesundheitssystem werden Arbeiter_innen weiter benachteiligt und nur die Konzerne profitieren davon. Die Gesundheit der Menschen wird immer weiter privatisiert und nur wer es sich leisten kann wird vom Gesundheitssystem umfangreich versorgt. Das mit ALGII, besser bekannt unter dem populistischen Namen „HartzIV“, etablierte Sanktionssystem lehnen wir ab und möchten eine bedingungslose Grundsicherung für alle Menschen. Deutschland als Mitglied der Nato ist Teil der Kriegstreibenden Politik der westlichen Gesellschaften, dies lehnen wir ab. Zudem ist die BRD weltweit Waffenexporteur NR.3 und somit Mitschuld am Tod und Leid zahlloser Menschen. Wir wollen mehr Formen der direkten Demokratie in Form von Volksentscheiden, deren Durchführung möglich ist. Dies zeigt die Bürgerbefragung zum Ausbau des Godorfer Hafens hier in Köln.

Wenn wir eine bessere Welt wollen, wer soll sie erkämpfen, wenn nicht wir? Und wann sollen wir damit beginnen, wenn nicht jetzt? Deshalb komm auch du zu uns ins Protestcamp „Dein Platz“, hier in Köln. Bei uns ist kein Platz für Rassismus oder jegliche andere Diskriminierung in Form von Sexismus oder Homophobie.

Kämpfen wir gemeinsam für eine bessere Welt!

--Die Empörten--