Spontandemonstration in Hamburg

Aufgrund des Übergriffes Neonazis am 11.07.2011 auf unser Protestcamp (zu dem Zeitpunkt noch auf dem Rudolfplatz), fand in Hamburg eine Spontandemonstration statt. Wir möchten uns im Namen des gesamten Protestcamps für eure Solidarität bedanken.
Liebe Grüße nach Hamburg!

Dankessagungen

Zuallererst wollen wir den gut 300 Menschen danken, die sich gestern zu unserer Eildemo „gegen rechte Gewalt in Köln und sonstwo!“ eingefunden haben!

An zweiter Stelle wollen wir nochmals der Kölner Polizei danken. Da wohl nicht alle BeamtInnen, die sich angesprochen fühlen sollten, gestern anwesend waren und somit unseren Redebeitrag verpasst haben, stellen wir unsere „Dankessagung“ hier nochmal schriftlich zur Verfügung:

Dankessagung an die Kölner Polizei

Liebe Polizisten und Polizistinnen,
wir möchten uns an dieser Stelle herzlichst für den Polizeieinsatz am 10.07.2011 auf dem Rudolfplatz bedanken.
Wir bedanken uns zu Beginn bei den BeamtInnen, die den Notruf entgegen genommen haben. Ein fünfminütiges Telefonat deckt ausführlich die 5 W-Fragen ab.
Weiter empfinden wir es als sehr zuvorkommend, dass die Polzei das Telefonat dann vermutlich aufgrund des leergehenden Akkus unseres Handys beendet.
Genervte Aussagen können wir selbstverständlich vollends nachvollziehen.
Die Wartezeit von 15 Minuten empfinden wir als human. Auf die Bahn wartet Mensch oft länger.
Das pädagogisch wertvolle Verhalten der Einsatzkräfte vor Ort ist durchaus zu begrüßen. „Jetzt geht doch mal auseinander!“ hat schon in Kindertagesstätten zu Erfolg verholfen.
Polizeiketten trennen schnell Menschen voneinander.
Da bleibt dann auch ausreichend Zeit, sich erstmal um vermeintliche Beleidigungen gegen Polzeihunde (!) zu kümmern.
Die Festnahme eines von über 25 Angreifern sollten wir feiern.
Unsere Nachfrage bei Herr Leitender Polizeidirektor Udo Behrendes, warum bei einem Großereignis in Köln so wenig Polizei eingreift und dies so zeitverzögert geschieht, bekamen wir folgende Antwort: „[dass wir] keine Ahnung von Polizeiarbeit [hätten] und die Polizei auch andere Dinge zu tun [hätte].“. Danke!!! ;)

Aufruf zur Spontandemonstration „gegen rechte Gewalt in Köln und sonstwo!“

Aufruf zur Spontandemonstration „gegen rechte Gewalt“ in Köln am 11.07.2011

Aufgrund des nächtlichen Angriffs von ca. 25 Nazis auf unser Protestcamp auf dem Rudolfplatz, bei dem es zu mehreren verletzten Personen kam, haben wir uns entschieden, mit einer Spontandemonstration unter dem Motto „gegen rechte Gewalt in Köln und sonstwo!“ auf die Straße zu gehen.

Zum Tathergang:
In der vergangenen Nacht (etwa um 3:30 Uhr) griffen ca. 25 Nazis die überraschten TeilnehmerInnen des Protestcamps auf dem Rudolfplatz an. Dabei schreckten sie nicht vor Waffengewalt zurück und nahmen schwerwiegende Verletzungen oder noch schlimmeres in Kauf. Beim Versuch 3 Provokateure in die Flucht zu schlagen, liefen TeilnehmerInnen in die Falle der Nazis. Eine Gruppe von etwa 20+ Nazis hielten sich in einer Seitenstraße auf und griffen plötzlich an. Dem Kräfteverhältnis von etwa 25 (Nazis) gegen 10 (CampteilnehmerInnen) waren wir leider nicht gewachsen. Zwei von uns mussten mit schwereren Verletzungen ins Krankenhaus, mehrere Leichtverletzte wurden noch vor Ort behandelt.
Die erst spät eintreffende Polizei, die schon zu Beginn des Angriffs alarmiert wurde, konnte nur noch einen der Angreifer festnehmen. Bei diesem handelt es sich vermutlich um einen uns bekannten Leverkusener Nazi.

Auch die angeblich so weltoffene Stadt Köln hat augenscheinlich ein Naziproblem. Vernetzungen zu militiant rechten Gruppierungen anliegender Städte bestehen. Auch schon in der Vergangenheit fielen gewaltsuchende Nazis in Köln mehrfach auf.

Wir befürchten weitere Angriffe auf das Camp (welches heute auf den Chlodwigplatz umzieht), sowie auf weitere vermeintliche AntifaschistInnen.

Aus diesem Anlass treffen wir uns morgen (MO. 11.07.) um 18 Uhr auf dem Rudolfplatz um spontan „gegen rechte Gewalt in Köln und sonstwo!“ zu demonstrieren.

Köln entnazifizieren! Nazigruppierungen zerschlagen! Fight back! Bis morgen!

Erklärung der ASO zum Protestcamp „Dein Platz“

ASO-Head

Ihr habt 401 Argumente uns zu kritisieren.
401 Argumente euch wieder auf eure Sofas zu setzen.
401 Argumente warum die/der euch nicht paßt. Und deshalb kommt ihr nicht in Bewegung.
401 Argumente warum wir eurer Parteilinie nicht nützen.
401 Argumente nicht an unserem Experiment, diese Welt wieder zum Tanzen zu bringen, teilzunehmen.
401 Argumente nicht teilzunehmen an dem Experiment von den unterdrückten zu lernen.
401 Argumente nicht Teilhaber_In des Verstehens zu werden, wie wir, die wir lernen wollen, im Herzen der Bestie das ganze System aus den Angeln zu heben. Nicht mit den alten Vorsätzen, sondern gelernt von den Ausgegrenzten.

1 Argument für euch doch zu kommen ist, das ihr, egal wer ihr seid, die Diskussion bereichert. Lasst und die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Verbreitet mit uns die Idee uns zu organisieren, ohne einen Führungsanspruch zu wollen.

Denn egal wieviele sie schicken, Faschisten oder Polizisten, Knüppel und Messer, sie können uns nicht besiegen. Sie können die Flamme unserer Herzen nicht ersticken, mit ihrem Gas und ihren Klauen. Wir kämpfen unser Leben lang, wir leiden unser Leben lang. Wir haben keine Angst vor ihnen. Wir werden da sein, mit unseren Genossinnen und Genossen, mit unseren Freundinnen und Freunden, mit unseren Schwestern und mit unseren Brüdern. Nichts für uns, alles für alle.

Alle Macht den Räten
Seid mit uns realistisch, fordert das unmögliche
NICHTS FÜR UNS – ALLES FÜR ALLE

NAZIANGRIFF!!!

Vor etwa 2 Stunden wurde unser Protestcamp auf dem Rudolfplatz in Köln von ca. 20-30 bewafneten Nazis angegriffen! 2 GenossInnen im Krankenhaus. Mehrere Leichtverletzte. HEUTE (SO. 10.07. ) 15 UHR offenes Krisenplenum. MORGEN (MO. 11.07.) 18 UHR Spontandemonstration. Beides auf dem Rudolfplatz. Wir danken im voraus für eure Solidarität!

Gerüchte über Räumung

Scheinbar ist ein Artikel zur Räumung des Camps aufgetaucht. Bis zum 13.-14. Juli soll das Camp für eine Veranstaltung der italienischen Handelskammer (?) geräumt werden. Kommt vorbei und diskutiert mit uns. Was sollen wir dagegen tun? Was können wir dagegen tun?

Aus unserer Sicht lautet die Antwort: Wir bleiben und wir protestieren!

Link zum Artikel in der kölnischen Rundschau

Veranstaltung „Wir bleiben und wir protestieren“ auf Facebook

Wichtiger Hinweis: Heute findet ein offenes Plenum um 21:00 auf dem Platz für diese Vorkommnisse statt.

Fest und Tanz auf deinem Platz

Unsere Welt ist nicht mehr unsere Welt. Heute werden wir alle bestimmt durch eine handvoll Menschen, die uns sagen was wir zu denken, zu fühlen, zu sehen, zu hören, zu riechen haben. Alles für ihren Profit. Das ist Fremdbestimmung. Sie brauchen die Fremdbestimmung, damit sie Gewinn machen können, denn in Wahrheit schaffen nicht sie den Gewinn, sondern wir. Wir schaffen alles, auch das, was uns psychisch und physisch zerstört.
Aber wir wollen das nicht mehr. SchülerInnen, StudentInnen, ArbeiterInnen, Erwerblose, Wohnungslose, MigrantInnen, alle, die die Brutalität dieser Staaten, sei es BRD oder Türkei, Iran oder Amerika, und Gesellschaften, erfahren. Deshalb sind wir auf dem Rudolfplatz. Deswegen tanzen wir, feiern wir. Wir feiern nicht im kapitalistischen Sinne. Wir feiern auf unsere Weise, zusammen, einig, freudig. Komm zu uns, feier mit uns. Damit wir uns kennenlernen und lieben lernen. Auf das etwas anderes zwischen uns allen entsteht.

Am 09.06 kommen DJs und Musiker, Künstler und Filmemacher zum Rudolfplatz um dort zu spielen und zu sein. Es werden Filme gezeigt und getanzt. Feuerspucker und Akrobaten. Der Karneval Global zieht an uns und mit uns vorbei am Rudolfplatz zum Edelweißpiraten Denkmal.

Plakat für den 09.06

Naziangriff

Gerade eben kam es zu einem Naziangriff zweier Personen (u.a. Jan aus Köln) auf das Aktionscamp. Dabei wurde auch Pfefferspray eingesetzt. Wir befürchten weitere Konfrontationen, womöglich noch heute. Kommt vorbei!

Brandanschlag im Camp

Nachdem es vor einigen Tagen zu einer Androhung seitens geläufiger Neonazis gekommen war, die beinhaltete, das Camp und die Menschen dort „zu verbrennen“, kam es in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages zu einem Brandanschlag. Ein Transparent, welches am Rande des Zeltplatzes hing, wurde entzündet. Trotz des eher niederschlagsreichen Wetters entflammte das Transparent binnen kürzester Zeit und drohte auf danebenliegende Textilien überzugehen.
Die Flammen konnten erfreulicherweise gelöscht werden. Die Täter_innen verschwanden. Die Tat muss in Beziehung zu der vorhergegangenen Drohung sehr ernst genommen werden. Wir befürchten einen weiteren Überfall dieser Personen auf das Camp.
Wir freuen uns über weitere Gäste – gerade in den kommenden Tagen – und über eure Unterstützung und Solidarität.
Besucht uns bei unseren Vollversammlungen; jeden Tag um 18:30 Uhr. Kommt vorbei!

Solidarität verhindert Festnahme im Baskenland

Am vergangenen Samstag, den 25.06 verhinderte eine aufgebrachte Menschenmasse die Verhaftung der Batasuna-Aktivistin Aurore Martin. Gegen sie war ein europaweiter Haftbefehl ausgestellt, da man sie in Spanien anklagte Kontakte zu militanten baskischen Strukturen zu besitzen. Während sich Martin in Bayonne in der Wohnung ihrer Schwester befand brachen Antiterroreinheiten die Tür auf und versuchten sie durch das Treppenhaus nach draußen zu zerren. Daraufhin versammelten sich Hunderte und versperrten der Polizei den Weg und stellte klar: „Entweder lasst ihr sie gehen oder ihr erschießt uns.“ Bei vielen in der Menge handelte es sich um Mitglieder eines Protestcamps, das sich in der Nähe befandt. Die Batasuna ist eine pro-baskische Partei, die im Baskenland auf circa 10% der Wählerstimmen kommt. In spanischer Haft hätte Martin wahrscheinlich Folter und Missbrauch gedroht. Über die Zustände dort gibt es bereits Berichte von Amnesty International und Informationen aus anderen Quellen.

Wir im Camp halten diese solidarische Handlung für wichtig und richtig. Wir selbst zeigen uns solidarisch mit dem Versuch diese Form von Kriminalisierung zu verhindern und mit dem Widerstand jener Menschen.

Weitere Infos:
http://linksunten.indymedia.org/de/node/42177

Video des Übergriffs:
http://www.youtube.com/watch?v=NXu0HJRA_NU

Video über das Camp:
http://www.youtube.com/watch?v=xxDB9Z5KfrQ